Im Zeichen der Burg – Kurzwanderung rund um die Dortmunder Syburg

Ausblick von der Aussichtsplattform Hohensyburg
Wundervolle Aussicht ins Ruhrtal

Ausflugsziel: Die Hohensyburg in Dortmund

Ahoi Leute, längst war es mal wieder Zeit für einen Kurzausflug am Wochenende. Diesmal mit dem Ziel, einer kleinen Tour rund um die Hohensyburg in Dortmund. Endlich wieder den Tapermodus aktivieren und auf Entschleunigungskurs gehen 🙂 Das beliebte Ausflugsziel in Dortmunds südlichsten Zipfel, lockt natürlich insbesondere am Wochenende viele Besucher an. Denn auf und um den bekannten Siggiberg, gibbet ne Menge an Natur und Sehenswürdigkeiten zu gucken. Wer mag, bleibt gleich auf der großzügigen Plattform in der Nähe des Kaiser Wilhelm Denkmals im Chillmodus und genießt den fantastischen Ausblick ins Ruhrtal. Längst ist vom Halligalli der lärmenden Hauptstraße weiter unten nichts mehr zu hören. Hier oben herrscht Ruhe an der Ruhr 🙂

Der Standort ist obendrein ein idealer Ausgangsort für kleine und größere Wanderungen in einer abwechslungsreichen Landschaft. Dazu zählen die Ruhrhöhen, große Naturschutzgebiete, wie die Ruhrsteilhänge, sowie das Ardeygebirge. Gut gelegene Aussichtspunkte ermöglichen einen wunderbaren Ruhrpottblick tief ins Tal und weit über den Hengsteysee in Richtung Sauerland.

Für den schönen Spaziergang am Samstagmorgen, bot sich der knapp 4 Kilometer lange Rundweg A2 an. Eigentlich eine Warm-Up Strecke für Wanderer. Da es aber nun mal auch viel auf dem Berg zu gucken gibt, wurde dafür natürlich auch ordentlich Zeit eingeplant. Hauptsache keine Hektik am Wochenende 🙂

Erste Frühlingsboten

Interessante Denkmäler und beeindruckende Aussichten

Bevor es auf die kleine Wandertour hinunter zur Ruhr entlang der Ruhrsteilhänge ging, wurden die historischen Relikte erst einmal begutachtet. Auch wenn ich schon gefühlt über 100 Mal da war, so ist dieser beschauliche Ort, mit seinen Überbleibseln und geschichtlichem Hintergrund, doch immer wieder sehr eindrucksvoll. Die denkmalgeschützte Burgruine Syburg wurde um 1100 erbaut und bildet das Herzstück der prächtigen Wald- und Wiesengebiete auf dem Berg.

Blick auf die Ruine mit dem später erbauten Vincketurm im Hintergrund

Erst viel später, kam der aus Ruhrsandsteinen gebaute und 26 Meter hohe Vincketurm, hinzu. Dieser wurde um 1857 zu ehren des Oberpräsidenten Westfalens Ludwig von Vincke, auf dem höchsten Punkt des Sybergs , errichtet. Leider ist der Aussichtsturm nicht immer zugänglich (Besser Online vorab informieren).

Tipp: Direkt am Vincketurm gibt es einen Biergarten mit bestem Blick ins Ruhrtal.

Neben der Ruine ist natürlich das beeindruckende Kaiser Wilhelm Denkmal ein weiteres Highlight und beliebtes Fotomotiv. Das Ehrenmal mit seinen drei Türmen wurde im Jahr 1902 enthüllt und 1935-1936 angeblich wegen Baufälligkeit stark vereinfacht umgebaut.

Beeindruckend – leider nicht mehr komplett.

Wer sein Wissen zur interessanten Geschichte rund um die Syburg vertiefen will, der schaut einfach mal auf Wikipedia vorbei (Siehe auch– LinkTipps – weiter unten).

Durch das Naturschutzgebiet Ruhrsteilhänge Hohensyburg

Der Pfad entlang der Ruhrsteilhänge

Wer will, der lässt sich eine Weile auf die Pilgerstrecke ein und tapert einen kleinen Pfad, entlang bewaldeter Steilabhänge hinunter ins Ruhrtal bis hin zum Hengsteysee. Der ausgewiesene Weg nach unten ist tatsächlich steil und holprig, sodass ein festes Schuhwerk unbedingt zu empfehlen ist. Während der Wanderung sorgen auch 100-jährige Eichen für einen entsprechenden Urwaldcharakter. Unterwegs kommt man an Bergbaustollen und einigen Aussichtspunkten vorbei, die interessante Blicke auf das Umfeld zulassen.

Eine schöne Tour für Naturfreunde, die durch einen abwechslungsreichen Lebensraum von Tier und Natur führt und so zu einem besonderen Erlebnis wird. Endlich mal wieder auf Entschleunigungskurs 🙂

Unten am Hengsteysee

Entlang der Ruhr
Schöner Ausblick

Unten angekommen, ging es in Richtung Eisenbahnbrücke ein Stück entlang des Hengsteysees. Dieser ist ein vom Ruhrverband betriebener Stausee und ebenfalls ein idealer Ausflugsort, der einiges an Freizeitaktivitäten am Wasser zulässt. Der Ruhrstausee verdankt seinen Namen vom angrenzenden Hagener Ortsteil Hengstey. Die Landschaft entlang des Sees befindet sich teilweise im Winterschlaf und braucht sicherlich noch ein paar Wochen für den frühlingshaften Übergang. Das hält aber vereinzelnd weder Tier und Natur sich schon einmal zu zeigen.

Langsam zurück

Eine Landmarke für Zocker – Das Spiel Casino Hohensyburg

Locker hätte man auch noch die ausgewiese Strecke A2 erweitern können, aber das hebe ich mir wieder für unsere größeren Frühlingsrunden auf 🙂 Entlang der Bahntrasse, vorbei am Campingplatz und der Naturschaubühne, ging es dann langsam wieder in Richtung der Spielbank Hohensyburg und letztlich zum Ausgangsort zurück.
Tipp: In der Nähe des Denkmals gibt es einen Bergbaulehrpfad, der an verschiedene Stationen der Bergbaugeschichte vorbeiführt.

Der beschauliche Rundweg hatte sich mal wieder für einen Kurzausflug gelohnt. Insbesondere für Ausflügler, die an einer Kombination von Sehenswürdigkeiten und schönen Spaziergängen interessiert sind, ist die Hohensyburg eine sehr gute Adresse. Natürlich ist die Runde ebenfalls für ein nine2fiveOutbreak nach Feierabend zur Entschleunigung bestens geeignet.

Weitere Adressen und Ausflugsziele in Dortmund findet ihr auf folgendem Blogbeitrag. Insbesondere ein Ausflug im nahegelegenden Rombergpark lohnt sich jetzt. Denn die Lila-Laune Armee von Krokussen blüht langsam auf und schlängelt sich durch den Park.

So sieht es bald im Rombergpark aus 🙂

Und wer noch ein passendes Ostergeschenk sucht, der kann mit dem Buch “Grüne Glücksorte im Ruhrgebiet” noch für die ein oder andere Ausflugsüberraschung sorgen.

Hauptsache runter vonne Couch und ab nach draußen 🙂

Weitere Hinweise

Anfahrt

  • Hohensyburg
    Hohensyburgerstraße, 44265 Dortmund
    Kostenfreie Parkplätze gibt es noch vor dem Spielcasino, ansonsten direkt am Casino kostenpflichtig parken. Oder ihr parkt unten am Hengsteysee und sucht dort eine Parkgelegenheit und startet dort die Wanderung.

Link Tipps

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Thomas Dörmann
Thomas ist Autor und Redakteur auf www.ruhrpottblick.de. Das Motto "Der Pott ist grün und bunt", steht dabei im Fokus seiner Blogbeiträge. Die Kombination von Industriekultur und Natur, sind ein wesentlicher Bestandteil seiner Berichterstattungen. Sein Buch "Grüne Glücksorte im Ruhrgebiet", gibt viele Impulse für erholsame Stunden an schönen Orten im Ruhrgebiet.