Ahoi Flaesheim – Pötte, Wasser und Wald – Die perfekte Ruhrpott-Route

Ahoi Leute, die Natur sendet verstärkt ihre grüne Botschaft aus und bildet dabei Sogkräfte für naheliegende Ausflugsziele. Beste Voraussetzungen also für eine schöne Ruhrpott-Tour 🙂 Diesmal zog es uns ins beschauliche Haltern-Flaesheim. Die idyllische Ortschaft bot uns genau die Ausgangsbasis für eine abwechslungsreiche Tour, in einer beeindruckenden Landschaft, die von schönen Wasserwegen und märchenhaften Waldpfaden geprägt war.

Wir starteten unsere Kurzwanderung von 14 km, an der alten Stiftskapelle St.Maria-Magdalena (Anno 1166), die ein historischer Hingucker ist. Der Weg ging ein Stück am Wesel-Datteln-Kanal entlang, bis wir dann auf grüngeprägten Waldpfaden, vorbei am Silbersee, durch die Haard taperten. Kraftquelle Natur sach ich nur!

Entlang des Canale Grande und Pötte beobachten

schiff mit Kirch im Hintergrund
Pötte gucken

Vom Parkplatz ging es zwischen dem alten Fischerhaus und der idyllischen Stiftskirche in Richtung Canale Grande, um dann ein Stück entlang des 60 km langen Wesel-Datteln-Kanals zu tapern. Ker wie herrlich war es doch, ganz gemütlich entlang des Wassers zu gehen und die reizvolle Umgebung zu Lande und zu Wasser gleichzeitig zu genießen. Ganz nebenbei beobachteten wir die Pötte, die beeindruckend mit einer Seelenruhe an uns vorbeituckerten.

Vorbei an der Schleuse und farbenfrohen Brücken, ging es dann in Richtung Marina Flaesheim, die mit einem Yachthafen, Campingplatz, Cafe und Strandbad eine richtige Freizeitoase darstellt. So manche Brücke kam gut als Foto-HotSpot gelegen, um die Pötte und die dahinterliegende Stiftskirche zu fotografieren.

Nach knapp 3 km erreichten wir die Westlevener Brücke, die wir überquerten und kurz darauf neben dem Campingplatz, den schönen Waldweg in die Haard einschlugen. Was für ein Kontrastprogramm, gerade noch ein maritimes Flair und dann der direkte Übergang in ein wundervolles Waldgebiet.

Unsere nächste Etappe führte uns auf abwechslungsreichen Pfaden, durch die grüne Lunge des großen Waldgebiets “die Haard”. Für Wanderer und Freunde von ausgedehnten Spaziergängen, eine ideale Gelegenheit an der grünen Tanke, den im Alltag entladenen Akku mal wieder aufzuladen. Bevor wir aber so richtig tief im Wald abtauchten, mussten wir natürlich einen Blick auf den Silbersee werfen;)

Hinweis: Das Gebiet rund um die blauschimmernde Wasserfläche ist geschützt, umzäunt und darf nicht betreten werden.

Der Silbersee – Oder auch der wunderschönste Baggersee im Ruhrpott

Bild vom Silbersee
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Wir taperten eine kurze Weile zwischen Waldgebiet und entlang des umzäunten Silbersees. Der teils sandige Weg verriet schon das große Areal des Baggersees, der von Dünen und weißem Strand umgeben war. Was für eine traumhafte Umgebung. Ein Foto musste dann auch für den Meme-Generator von #DASRuhrgebiet (Link führt zu Instagram) herhalten.

Durchblick auf den Silbersee
Klasse Durchblick

Die Umzäunung diente uns noch eine Weile als Orientierung und an der ersten Waldkreuzung bogen wir rechts ab. Langsam zog es uns tiefer ins Waldgebiet und wir konnten den verschiedenen Vogelstimmen lauschen, die uns unaufhörlich ein wundervolles Gesangskonzert bescherten. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an die Vielzahl der lieben Waldbewohner 😉 Einfach klasse, so durch die Gegend zu tapern und die Natur intensiv mit allen Sinnen wahrzunehmen. Einfach mal innehalten und tief einatmen 🙂

Tipp: Frische Deine Kenntnisse über die Vogelwelt mit der kostenlosen NABU App auf. Einfach mal beim NABU (Naturschutzbund Deutschland) vorbeischauen und sich über die Basis App „Die Vogelwelt-entdecken und bestimmen“ informieren.

Durch die Haard – Sauerstoff der Extraklasse

Waldweg
Waldwege mit Naturbeleuchtung. Was für ein Grün 🙂

Unsere Waldetappe durch die grüne Oase, zählt zum Waldgebiet Haard und ist Teil des riesigen und beliebten Naturparks Hohe Mark-Westmünsterland. Hier lockt die Freiheit in waldreicher Natur, das mit seinem breitausgebauten Wegenetz, schöne Entdeckungstouren und Abkürzungen zulässt. So kann jeder nach Lust und Laune seine eigene Wegstrecke selbst bestimmen, denn die Markierungen der einzelnen Wanderpfade dienen als Orientierungshilfe.

Die Natur nicht einfach links und rechts vorbeiziehen lassen…

Wir liefen entspannt einige Kilometer den Hauptweg zwischen Nadel- und Laubbäumen in Richtung der Dachsbergroute. Dabei beobachteten wir das wunderschöne Landschaftsbild, mit seinem abwechslungsreichen Bewuchs und ließen dabei möglichst die Natur NICHT an uns nur so bloß vorbeiziehen. Also nix, laba laba laba und links und recht nichts mehr mitbekommen, sondern ab und an stehenbleiben, richtig innehalten und mit etwas Glück Rehe beobachten. Und wir hatten das Glück 🙂

Wilde Rehe
Wilde Rehe

Manche Pfade führten zu schönen Waldlichtungen, wobei das satte Grün der Blätter, die Beleuchtung der märchenhaften Wege übernahm. Die klare Luft spürten wir mit jedem Atemzug und nach einem kurzen Regenschauer, wurde der Waldgeruch noch intensiver und klarer. Natürliche Sauerstoffzufuhr der Extraklasse 🙂

Blick in die Baumkronen
Das grüne Dach
Lenskugel
Alles steht Kopf 🙂

Nach knapp 6 km hätten wir auch eine Abkürzung an Meilenstein 180 nehmen können, aber das kam für uns nicht in Frage. War ja auch logisch, denn so ein Naherholungsgebiet besucht man ja auch nicht alle Tage. Wir zogen also 2 km weiter, um den Aufstieg zum Dachsberg (122,6 m ü.NHN) zu gehen und so weitere 6 km das schöne Waldgebiet zu erkunden. Also auf den Spuren von Dachs und Co. ging es weiter…

Bonusmeilen entlang der Dachsroute sammeln

Dachsroute
Die Dachsroute ist gut ausgeschildert.

Die gute Kombinationsmöglichkeit an Wegstrecken, lässt ein großen Spielraum für kurze und lange Wanderungen zu. So kann man auch nach etwas über 8 km die Wanderung am Ausgangsort der alten Kirche in Flaesheim beenden.

Für uns kam noch die Dachsbergroute ins Spiel, die mit ihren 6 km noch eine schönes iTüpfelchen unserer Wald- und Wasserwanderung war. Der Dachsberg war natürlich höher gelegen, als der Weg davor und der Aufstieg war etwas anspruchsvoller. Aber oben angekommen, waren die Pfade ohne hohe Anforderungen gut zu laufen. Von oben konnten wir an einigen Stellen auf das grüne Dachgeschoss schauen und die beeindruckende Waldlandschaft bestaunen. Von der Dachsbergroute gibt es eine Verbindung zur Jammertalroute, also wer will kann weiter, weiter und immer weiter….Was für ein tolles Wandergebiet!

Schild über die Haard

Die Zusatz Dachsbegrunde (Dachse leben schon seit Generationen dort), bereitete uns einmal mehr ein schönes Erlebnis in der Natur. Der Rückweg führte uns noch am Holzkohlemeiler und des Wanderparkplatzes (Auch ein guter Startpunkt) am Dachsberg vorbei. Nach ein paar weiteren hundert Metern war dann unsere abwechslungsreiche Tour, am Ausgangsort der alten Stiftskapelle, beendet. Ein tolle Wanderung, die einen schnell im Einklang mit Tier und Natur bringt und den Alltagstress für eine Weile ausblendet.

Also hauptsache raus und runter vonne Couch 🙂

Weitere Hinweise

Anfahrt

  • Parkplatz
    Stiftsplatz
    45721 Haltern-Flaesheim
  • Alternative: Wanderparkplatz am Dachsberg
  • ÖPNV: Bushaltestelle Stiftsplatz (Bus 288)

Tipps

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Thomas Dörmann
Thomas ist Autor und Redakteur auf www.ruhrpottblick.de. Das Motto "Der Pott ist grün und bunt", steht dabei im Fokus seiner Blogbeiträge. Die Kombination von Industriekultur und Natur, sind ein wesentlicher Bestandteil seiner Berichterstattungen. Sein Buch "Grüne Glücksorte im Ruhrgebiet", gibt viele Impulse für erholsame Stunden an schönen Orten im Ruhrgebiet.