#spacesafariruhrgebiet Recap – Vom Planetarium Bochum zum XXL Freiluftplanetarium Hoheward

Das Expeditions-Team vom Planetarium Bochum lud vor kurzem, zum Instawalk und damit zur ersten bemannten #SpaceSafariRuhrgebiet ein. Zurück von der spacigen Ruhrpott Odysee gibt es einiges aus dem Ruhrpott Universum zu berichten.

Eine töfte Gruppe, von knapp 20 Instagram- und Bloggerenthusiasten, folgte dem Aufruf zur intergalaktischen Ruhrpott-Expedition. Das Tagesprogramm war von einer astronomischen Vielfalt geprägt, die jetzt noch gefühlt, die besonderen Highlights dieser Tour beeindruckend nachschwingen ließ.

Als pünktlich um 10:30 Uhr, genauer gesagt, als T-0 erreicht wurde, übernahm das Missioncontrol Team um Jenny (Planetarium Bochum), Markus (Besucherzentrum Hoheward) und Fabian (Organisator des Instwalks) das Kommando 🙂

Blick auf das Gebäude des Planetarium Bochum
Beeindruckende Architektur

Unsere Entdeckungsreise durch die Ruhrpottgalaxy führte uns an folgenden-Stationen vorbei: Planetarium Bochum – Landschaftspark Hoheward in Herten – Zeche Ewald – Halde Hoheward

An jeder dieser Stationen lernten wir auf sympathische Art und Weise sehr viel über die intergalaktischen Zusammenhänge kennen. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal für die geballte Wissensvermittlung der Experten, an den jeweiligen Stationen.

Der bekannte Filmroboter „Nummer 5 (lebt)“ wäre sicherlich hier voll auf seine Kosten gekommen, denn es gab Input, Input und nochmals Input 😉

Hinweis: Die Einladung vom Planetarium Bochum zur #spacesafariruhrgebiet, hat keinen Einfluss auf meine Meinung und dem folgenden Reisebericht!

Station – Space Center Planetarium Bochum

Treffpunkt Cafe Milchstraße im Planetarium
Treffpunkt Cafe Milchstraße

Die mehrköpfige Besatzung war schon sehr gespannt und konnte nach einem herzlichen Empfang im Cafe Milchstraße des Space Centers, die knapp sechsstündige Space-Safari starten. Dreh- und Angelpunkt des Planetariums ist natürlich, der ZEISS Universarium IX. Der modernste Sternenprojektor der Welt visualisiert eine dreidimensionale Welt, sodass die Besucher sich wie auf eine Expedition ins Weltall fühlen. Mit dem perfektabgestimmten Audioklang aus 60 Lautsprechern, entsteht dabei großes Kino im 360 Grad-Format. Wow, Boah usw. ist bei so einem Erlebnis direkt vorprogrammiert 🙂

Der Superprojektor Universarium IX
Der Superprojektor Universarium IX

Schon beeindruckend was hier alles auf dem Programm steht und weit über die klassische Darstellung verschiedener Sternenbilder hinausgeht. Das Angebot reicht von epischen Lichtkompositionen im musikalischen Einklang, Kindershows, Hörspielen und Vorträgen, bis hin zu Livekonzerten, die ihre Besucher tief in visuellen Klangerlebnissen abtauchen lassen.

So kamen wir auch in den Genuss einer abwechslungsreichen Lichtshow mit großartigen Effekten. Musikstücke von Queen, Pinkfloyd und was das Herz noch so begehrte, wurden für uns in galaktischerweise in Szene gesetzt. Natürlich bewegt sich die Technik nicht von allein und das Team vom Planetarium, zeigte mit viel Leidenschaft was an Geschick und Technik hinter einer erfolgreichen Leinwandinszenierung so alles steckt.

Eine Führung hinter den Kulissen durfte natürlich nicht fehlen.

Steuerung via Laptop
Behind the scenes – Steuerung via Software

Die Zeit verging wie im Fluge und mit vielen Informationen rund über das Planetarium Bochum und dem Blick hinter die Kulisse, machte sich das Team langsam bereit für die nächste Station.

Hier noch ein paar Key-Facts über das Planetarium:
– Das Zeiss Planetarium wurde am 6.11.1964 errichtet
– 274.810 Besucher im Jahr 2018
– Verwendung modernster Technologie, die ein einmaliges
Bild- und Sounderlebnis realisiert
– Aus Kunstoff beschichtete Aluminiumkuppel
(20 Meter Durchmesser) als Vorführraum
– Ausgestattet mit 260 Sitzplätzen
– Vielfältigkeit an Programmangeboten

Weitere Informationen, wissenswertes über Astronomie, sowie Öffnungszeiten und außergewöhnlichen Veranstaltungshinweisen findet ihr unter dem Link Planetarium in Bochum

Vielen Dank dem gesamten Team des Planetariums, für den galaktischen Instawalk und den spannenden Ausführungen 🙂

Unser Shuttlebus wartete bereits und die #spacesafariruhrgebiet ging, mit dem Ziel zur Docking Station Hoheward nach Herten, weiter.

Docking Station – Landschaftspark Hoheward in Herten

Beeindruckender Blick auf die Ewald Empore
Blick auf die Halde Hoheward mit der Landmarke Ewald Empore

Der Transfer mit dem Shuttle, sowie die Landung auf Hoheward lief reibungsfrei. Alle Ruhrpottnauten waren nach einer ordentlichen Akklimatisierungsphase im Cafe Ewald, bereit weitere Highlights an der Docking Station Hoheward zu entdecken. Dazu zählten intergalaktische Bauwerke des XXL Freiluft Planetariums Hoheward, ein Besuch der Schwarzkaue der Zeche Ewald und ein Lostplace mit exklusiven Ein- und Ausblicken.

Hinter verschlossenen Türen – Lostplace Zeche Ewald

Ein altes Taxi
Hallo Taxi

Als Markus Keil, der Leiter vom Besucherzentrum Hoheward, die sonst verschlossenen Pforten der Schachtanlage öffnete, schlugen die Herzen der Instanauten gleich höher. Motive am laufenden Band, wie z.B. ein englisches Taxi, boten sich zur instagalaktischen Show an. Diese exklusive Führung der Schachtanlage 7 bis hinauf zum Doppelstrebengerüst, war schon was ganz besonderes. Denn die Türen dieses Lostplaces blieben seit dem Jahr 2000 (Schicht im Schacht), der Öffentlichkeit weitgehenst verschlossen.
Hier ein paar Eindrücke der Begehung:

Nachdem wir an diesem verlassenen Ort viele interessante Eindrücke sammeln konnten, ging es zum Gebäude des Informations-Zentrums, wo wir die Schwarzkaue besichtigten. Auch hier ein paar Eindrücke:

Ruhrpottnouten in der Schwarzkaue
Die Instanauten-Crew beim Walk durch die Schwarzkaue

Der Besuch des Besucherzentrums Hoheward inkl. der Schwarzkaue war ebenfalls sehr informativ. Die Crew konnte sich danach auf die Tour zum Haldengipfel und damit zum größten Freiluft Planetarium freuen.

Das Gelände der Zeche Ewald ist auch ein Ankerpunkt der Route der Industriekultur und zählt zu den Top-Ausflugszielen im Pott.

Ein paar Key Facts (Quelle: Infozentrum Hoheward):
– Rund 130 Jahre Bergbaugeschichte, 1870er bis 2000
– Letzte Schicht auf Ewald 1/2/7 April 2000
– Einst tiefster Schacht im Revier (600m)
– Schacht 7, Doppelbockgerüst des berühmten Zollverein-
Architekten Fritz Schupp
– Größte Zeche in der einst größten Bergbaustadt Europas,
Herten (Spitzenzeit rund 5.000 Beschäftigte)

Station – Halde Hoheward – Grüße aus den Ruhrpott (Space)-Mountains

Imposante Landschaftsbauwerke sind schon von weiter Entfernung sichtbar

Weiter ging es zum Gipfel der größten Haldenlandschaft Europas. Echt abgefahren, Haldewitzka mit dem Shuttelbus;)
Zu Fuß oder bestenfalls mit einem Segway -hätte mir natürlich noch besser gefallen-, aber der Zeit geschuldet, war das die praktischste Lösung.
Auf ruhrpottblick.de wurde natürlich schon ausgiebig über den riesigen Landschaftspark und seinen besonderen Landmarken berichtet. Vor der Halde Hoheward hält ein Drache Wache.
Auch bereicherte diese große Arena, geschmückt von bunter Industrienatur- und kultur, das Buch aus dem Droste Verlag “Grüne Glücksorte im Ruhrgebiet”.

Haldentouren sind einfach immer wieder großartig und dann noch in der Kombination eines #Instawalks, wat willste da eigentlich mehr 🙂
Ein paar weitere Eindrücke:

Steht auf der ToDo Liste – Mit dem Segway aufs Haldenplateau

Vielen Dank an den Leiter Markus Keil und seinem Team vom Besucherzentrum Hoheward für die ausführlichen Begehungen!

Tipp: Schaut euch mal das Besucherzentrum Hoheward auf dem Ewald Gelände an und erlebt dabei die Fülle an Eindrücken der Industriekultur.
Öffnungszeiten, Anfahrt und viele weitere Infos zu spannenden Entdeckungsorten findert ihr Online.

Hinweis: Auf Ewald tut sich was! Das Projekt Motorworld, rund um die mobile Leidenschaft, wird zum Comeback über Tage.
Infos dazu findet ihr unter Motorworld.

Rücktransfer und Fazit

Die Haldentour war dann auch das sogenannte “iTüpfelchen” unserer Safari und der Rücktransfer zur Basisstation lief wie geplant. Ein sehr schöner Tag mit lieben Menschen und vielen, vielen Highlights ging zu Ende.

Exklusive Einblicke für die gesamte Crew und die Möglichkeit überall fotografieren zu dürfen (Was nicht immer selbstverständlich ist), machten diesen Instawalk durchs Ruhrpottversum zu einem instagalaktischen Erlebnis. Das gemeinsame Netzwerken im Offline-Modus, fernab der virtuellen Welt, war dabei ein sehr schöner Nebeneffekt.

Da geht noch einiges im Pott.

Ein beispielhaftes und wiederholungsbedürftiges Rezept einer funktionierenden Kooperation zwischen Herten und Bochum. Da geht noch einiges im Pott, denn so ein Format macht Lust auf mehr. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass der Instawalk in dieser Größenordnung top organisert war?

Nochmals, vielen lieben Dank dem #SpaceSafariRuhrgebiets Team Jenny, Markus und Fabian, für diese nicht alltägliche Reise!

P.S. Unter dem Hashtag #spacesafariruhrgebiet auf Instagram findet ihr noch zahlreiche Fotos, die von weiteren Mitgliedern der Crew gepostet wurden.

Live long and prosper….

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Thomas Dörmann
Thomas ist Autor und Redakteur auf www.ruhrpottblick.de. Das Motto "Der Pott ist grün und bunt", steht dabei im Fokus seiner Blogbeiträge. Die Kombination von Industriekultur und Natur, sind ein wesentlicher Bestandteil seiner Berichterstattungen. Sein Buch "Grüne Glücksorte im Ruhrgebiet", gibt viele Impulse für erholsame Stunden an schönen Orten im Ruhrgebiet.