Jeden Tag ein Foto auf Instagram – Rebecca Liebelt im InstaTalk

Auf Instagram teilen Millionen Menschen Fotos und Videos von besonderen Momenten miteinander. Oft geht es um Essen, Fashion oder Reisen. Manche setzen aber auch bewusst das Ruhrgebiet in Szene. In den kommenden Monaten, stellt Ruhrpottblick in der neuen Serie “Instatalk” einige dieser Instagramer vor.

Der Pott ist für mich Heimat, weil ich mich hier zuhause fühle.”

Ein Interview mit Rebecca Liebelt

Als die Digitalkamera von Rebecca Liebelt (24) nach Jahren den Geist aufgab, bestellte sie sich im Internet eine neue und wählte dabei ein Modell, was sie optisch ansprach. Der Haken an der ganzen Geschichte: Es war eine Profi-Kamera mit vielen Knöpfen, von denen Rebecca (damals noch) keine Ahnung hatte. Mittlerweile ist die gebürtige Dortmunderin begeisterte Hobbyfotografin und hat eine 365-Bilder-Challenge ins Leben gerufen. Jeden Tag postet Rebecca auf ihrem Instagram-Account (@365days_photo) ein Bild, was sie zuvor fotografierte. Häufig kriegt sie dabei auch das Ruhrgebiet vor die Linse.

Ruhrpottblick: Wie kamst Du darauf eine Challenge ins Leben zu rufen?

Rebecca: „Die Challenge habe ich gestartet kurz nachdem ich angefangen habe zu fotografieren. Dafür habe ich zusammen mit einem befreundeten Fotografen die Facebook-Gruppe „Fotografie ist kein Hexenwerk“ ins Leben gerufen. Mittlerweile nehmen ungefähr 180 Menschen an der Challenge teil. Ich bin bei über 300 Fotos, manche haben aber auch gerade erst angefangen. Über neue Mitglieder freue ich mich immer. Auf jeden Fall haben wir jede Woche ein neues Thema, zu dem wir dann jeden Tag ein Foto hochladen müssen. So setzt man sich mit Themen auseinander, die man sonst vielleicht nicht im Blick hatte. Zum Beispiel „Langzeitfotografie“ oder auch das Thema „Heimat“. Die Leute müssen rausgehen und alles neu betrachten.“

Was fasziniert Dich am Ruhrgebiet?

Die Industriekultur macht uns, also das Ruhrgebiet, einfach einzigartig. Das versprüht einfach Charme. Die Themenwoche „Heimat“ war für mich ein Auslöser, um mich mehr mit dem Ruhrgebiet zu beschäftigen. Nach der Challenge möchte ich auf jeden Fall ein Projekt zur Industriekultur starten!“

Welche Motive fotografierst Du am liebsten?

Durch die Challenge fotografiert man ja jede Woche neue Dinge. Trotzdem oder gerade deswegen ist sie aber auch dafür da, herauszufinden was man am liebsten macht. Mittlerweile weiß ich: Ich mache am liebsten Landschaftsfotografie! Wir haben hier so schöne Landschaften. Am besten gefällt mir das Ruhrtal und Phoenix West. Außerdem fotografiere ich gerne Sonnenauf- und untergänge.“

Hast Du einen Lieblingsort im Pott?

Ganz klar PhoenixWest! Die Kulisse kann man einfach für alles einsetzen! Ob Portraits, Langzeitaufnahmen, Sonnenuntergänge…man kann hier einfach alles machen.

Warum bist Du auf Instagram?

Am Anfang wollte ich einfach meine Bilder auf einem anderen, zusätzlichen Kanal teilen. Einfach um andere Menschen als auf Facebook zu erreichen und meine Community zu erweitern. Mittlerweile weiß ich, dass viel mehr hinter Instagram steckt als gedacht. Je mehr man sich mit Instagram beschäftigt, desto mehr merkt man, wie stark alles miteinander vernetzt ist. Ich bin jetzt zum Beispiel schon mehrfach bei einem Instagram-Stammtisch in Essen gewesen(#instagramstammtischnrw). Da treffen sich Fotografen und tauschen sich aus. Es ist wie eine große Familie. Dann habe ich über Instagram auch noch einen weiteren Fotografen kennengelernt. Mittlerweile verstehen wir uns so gut, dass wir bald eine Foto-Reise nach Amsterdam machen. Instagram ist einfach cool!

Wieso möchtest Du das Ruhrgebiet mit anderen teilen?

„Ganz einfach: Ich möchte mich mit anderen austauschen. Außerdem schaue ich mir natürlich auch gerne die Bilder der anderen an. Das macht Spaß aber inspiriert einen auch. Manchmal denke ich „auf diese Perspektive bin ich ja gar nicht gekommen“. Und…nur wenn man die Bilder zeigt bekommt man ein Feedback. Und nur durch Feedback entwickelt man sich weiter und verbessert sich.“

Welche Hashtags favorisierst Du?

Bei Hashtags steige ich noch nicht ganz dahinter. Meistens schaue ich einfach, was andere so unter ihre Bilder posten und kopiere das. Bei Landschaftsfotografie benutze ich eigentlich immer den Hashtag #instastammtischnrw Aber natürlich schaue ich auch welche Hashtags die Reichweite stärken und benutze diese dann. Es gibt zum Beispiel Seiten, die deinen Inhalt teilen, wenn sie ihn schön finden. Ein Foto von mir wurde mal von der Aktuellen Stunde desWDR geteilt.“

Vervollständige bitte folgenden Satz: Der Pott ist…

„Der Pott ist für mich Heimat, weil ich mich hier zuhause fühle. Ich bin hier geboren, meine Mama ist hier geboren…Ich möchte nicht woanders wohnen. Der Pott hat einfach was.“

Vielen Dank Rebecca für das ausführliche Interview in unserer neuen Serie “Instatalk

Besucht Rebecca doch mal auf Instagram @365days_photo
Oder macht mit bei der Challenge und werdet Mitglied in der Facebook-Gruppe Fotografie ist kein Hexenwerk

Ihr möchtet auch mal im Ruhrpottblick-Instatalk über Eure Instagram-Leidenschaft plaudern? Dann lasst mal hören warum und schickt uns eine E-MAIL an info@ruhrpottblick.de

Maria Leidinger
Maria ist Autorin auf www.ruhrpottblick.de. Sie studiert Journalistik an der Technischen Universität in Dortmund. Als freie Journalistin schreibt sie unter anderem für Zeitungen. In ihrer Freizeit reist sie durch die ganze Welt, kommt aber immer wieder gerne in ihre Heimat - den Ruhrpott - zurück.