Wandern am Wasser – Unterwegs am Canale Grande

Ahoi Leute, wandert ihr auch gerne entlang des Canale Grande und beobachtet dabei die vorbeituckernden Pötte? Hach wat herrlich, wenn die stillen Begleiter langsam durch das seichte Wasser an einem vorbeiziehen. Wir lieben ebenfalls das maritime Flair des Ruhrgebiets, das über eine wunderbare und kontrastreiche Kanallandschaft verfügt, die viele abwechslungsreiche Spaziergänge ermöglicht. Also musste mal wieder eine Wanderstrecke ausgetüftelt werden, die mit Wald und Wasser zu tun hat:)

Ausgehend vom Schiffshebewerk in Datteln ging es für uns diesmal in Richtung Datteln-Ahsener Schleuse. Dabei durfte ein Schlenker landeinwärts, entlang des Hohen Mark Steigs, durch das angrenzende Umfeld natürlich nicht fehlen. Denn wir wollten nicht auf die liebreizenden Alpakas und der grünen Lippenaue-Idylle verzichten.

So entstand eine wundervolle Rundtour von knapp 10 km, die uns entlang üppiger Uferzonen des Kanals, Bauernschaften und ruhigen Waldpfaden führte. Pötte gucken, die stille genießen und Alpakas begegnen, rundeten unsere erholsame Zeit in der Natur ab. Wald und Wasser, wie immer eine tolle Kombination! 

Es macht auch immer wieder Spaß, zwischendurch eine analoge Wanderkarte zu nutzen. Das schärft den Orientierungssinn und man entkommt von Zeit zu Zeit ein Stück weit der “Always On-Kultur”. Klar können wir auch digital aber der elektrische Knochen, hat zum Navigieren noch lange nicht so viel Charme;)

Kurzbeschreibung unserer Tour: Start und Ziel: Schleuse in Datteln (Natroper Weg) – Von dort ging es entlang des Ufers am Wesel-Datteln Kanal in Richtung der Schleuse Datteln-Ahsen – Dann immer den Markierungen des Hohe Mark Steigs folgen – Landeinwärts trafen wir auf Alpakas – Waldgebiet und Lippeaue – Vorbei an Haus Vogelsang – Durch den Wald in Richtung Datteln-Ahsen Schleuse – Entlang des Kanalufers, wieder zurück zum Zielparkplatz Datteln Schleuse

Tapern am Canale Grande und Pötte gucken

Das Pötte gucken wirkt irgendwie entspannend 🙂

Wir orientierten uns während unserer Wanderung hauptsächlich an den Hohe Mark Steig Markierungen. Diese sind zwar noch nicht für die gesamten 156 km finalisiert aber für unsere Strecke fast durchgängig angebracht und somit als Leitsystem völlig ausreichend.

Wandermarkierung – Hohe Mark Steig

Automatisch läuft man auf eine blaugelbe Brücke zu. Es lohnt sich einfach mal dort hochzugehen und einen Blick auf die schöne Kanallandschaft zu werfen. Nach der Brückenbesichtigung taperten wir noch ein Stück das Kanalufer entlang, bis es dann laut Hinweisschild landeinwärts in den Fuchskuhle Weg ging. Aber aufgepasst – Rutschgefahr! Wer nicht ganz trittfest ist, der geht besser ausgehend von der blaugelben Brücke, den asphaltierten Uferweg parallel zum Kanalweg, bis ebenfalls der Fuchskuhle Weg erreicht ist.

Landeinwärts auf Spuren des Hohe Mark Steigs

Der Hohe Mark Steig, der in 2021 offiziell eröffnet wird, führt wanderbegeisterte Menschen auch Teilstücke entlang schöner Wasserwege. Landeinwärts durchquerten wir einige Bauernschaften, begegneten liebreizenden Alpakas und wurden mit viel Natur der wundervollen Lippeauenlandschaft belohnt.

Vorbei an Haus Vogelsang

Schönes Anwesen und Umwelt-Sensibilisierung im Einklang – Die Vogelsangstiftung

Das schöne Anwesen rund um Haus Vogelsang lädt zum Verweilen ein. Eine sehr gute Gelegenheit für eine Pause 🙂 Wir zogen nachdem wir uns die nähere Umgebung angeschaut hatten in Richtung der Schleuse Ahsen weiter.

Maritimes Flair auf dem Rückweg

Schleuse Ahsen mit Anker

Die Schleuse Ahsen verfügt über zwei Kammern und sorgt damit für einen geregelten Ablauf für kleine und große Schiffe. Es ist doch immer wieder beeindruckend zu beobachten, wie die Pötte durch die Aufzüge den Weg weiter fortsetzen. Die Zeit muss einfach sein. Wir schauten uns das ein oder andere Aufzugsspektakel noch an, bis wir dann auf der anderen Uferseite des Kanals langsam zurückgingen. Damit verließen wir auch den Hohe Mark Steig. Einfach nur schön, wie man Land und Wasser gleichzeitig genießen kann:)

Eindrücke von unterwegs via InstagramTV

Wer sich einen kurzen Eindruck unserer Tour verschaffen will, der schaut bestenfalls auf unserem IGTV Kanal vorbei. Wie immer nicht spektakulär, sondern einfach nur ein paar Eindrücke von unterwegs.

Das war eine wunderbare Rundwanderung, die wir sicherlich noch öfter gehen werden. Wer allerdings noch mehr Kilometer abrackern will, der tapert einfach die Hohe Mark Steig Strecke weiter 🙂

Also dann, runter vonne Couch und ab ins Grüne.

Anfahrt Datteln

Parken in der Nähe der Schleuse. 45711 Datteln – Natroper Weg

Weitere Hinweise

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Thomas Dörmann
Thomas ist Autor und Redakteur auf www.ruhrpottblick.de. Das Motto "Der Pott ist grün und bunt", steht dabei im Fokus seiner Blogbeiträge. Die Kombination von Industriekultur und Natur, sind ein wesentlicher Bestandteil seiner Berichterstattungen. Sein Buch "Grüne Glücksorte im Ruhrgebiet", gibt viele Impulse für erholsame Stunden an schönen Orten im Ruhrgebiet.