Eine schöne Tour im Ruhrgebiet – Wandern zwischen Wetter und Herdecke

Ahoi Leute, diesmal stand eine schöne Wandertour zwischen den Städten Wetter und Herdecke auf unserem Programm. Für das letzte Wochenende im November suchten wir uns eine Rundtour mit abwechslungsreichen Wegen, entlang des Harkortsees und den Ruhrhöhen aus. Dabei konnten wir das maritime Flair, sowie großartige Panoramablicke genießen und beeindruckende Sehenswürdigkeiten bestaunen. Wundervolle Waldwege durften dabei natürlich nicht fehlen.

Also beste Voraussetzungen, um unserer Sucht, nach einer Dröhnung frischer Luft und entspannter Naturatmosphäre, nachzukommen 🙂

Unsere abwechslungsreiche Route von 10 km umfasste folgende Teilabschnitte:

Start in Wetter am Harkortsee – Hinauf zur Burgruine Wetter – Zum Harkortberg &  Harkortturm – Durch das Waldgebiet entlang der Ruhrhöhen (XR) – Zum Ruhrviadukt in Herdecke – Rückweg am Ufer entlang des Harkortsees bis zum Ausgangspunkt

Ein schöner Startpunkt – Das Naherholungsgebiet am Harkortsee

Startpunkt am Harkortsee
Idyllischer Start

Wir starteten mit unserer Tour vom Anleger der MS Friedrich Harkort und des uns schon bekannten und schöngelegenen Harkortsees. Das begehrte Naherholungsgebiet bereichert ebenfalls das Buch „Grüne Glücksorte im Ruhrgebiet“ und reiht sich damit nahtlos in die Ruhrgebietsvielfalt an wundervollen Ausflugszielen ein.

Natürlich kann man auch direkt vor Ort wunderbar lange verweilen und chillen. Oder im Sommer auf die MS Friedrich Harkort warten, um dann in Ruhe über den Harkortsee zu schippern. Wir aber nutzten diesen Ausflugsort als Startpunkt für unsere kleine Wandertour. Unser Aufenthalt am Stausee war vorerst kurzweilig, da es schon nach wenigen Minuten rauf zur Burgruine Wetter ging.

Zur Burgruine Wetter

Die Burgruine Wetter
Blick auf ein Teil der Burgruine

Der steile aber lohnenswerte Weg zur Burgruine Wetter, führte uns auch am Harkorthaus vorbei. Das im Jahr 1700 errichtete Fachwerkhaus, wurde vom Industriepionier Friedrich Harkort während seines Aufenthalts in Wetter, bewohnt. Die Burgruine bot uns von der Aussichtsplattform im Rundturm ein großartigen Panoramablick über den Harkortsee bis weit ins Ruhrtal.

Nach einer kurzen Verweildauer verließen wir die beschauliche Umgebung “Freiheit”, mit interessanten Geschichten und sehenswürdigen Fachwerkhäusern. Es zog uns weiter hinauf zum höchsten Punkt von Wetter, dem Harkortberg. Dieser liegt in knapp 231 Meter Höhe und ist Teil des Ardeygebirges. Wir hatten den Gipfel nach kurzer Zeit erreicht und wurden von der, ja fast märchenhaften Erscheinung des Harkortturms, magisch angezogen.

Auf dem Gipfel thront der Harkortturm 

Blick auf den Harkortturm
Märchenhafte Erscheinung – Der Harkortturm

Der ca. 35 Meter hohe Harkortturm, der zu Ehren von Friedrich Harkort erbaut wurde, ist auch Teil der Route Industriekultur und bietet einen fantastischen Fernblick. Leider hatten wir die Saison-Öffnungszeiten (Jeweils am 1.Sonntag im April – Oktober) verpasst und der Turm blieb für uns an diesem Tag verschlossen.

Eingangsportal Harkortturm
Die Türen blieben verschlossen

Man braucht aber nicht unbedingt den Turm hinauf, um sich einen wunderbaren Panoramablick über das Ruhrtal zu verschaffen. Direkt in der Nähe des Turms ist ein geräumiger Platz zum Pausieren, von dem auch die Aussicht hervorragend ist und die unsere Blicke weit schweifen ließ. Insbesondere das Ruhrviadukt blitzte schon hervor und uns wurde klar: “Wir brauchen noch einiges mehr an Zeit als geplant.” Naja, für uns schon fast üblich 🙂

Dann taperten wir am Kletterwald vorbei, bestaunten die Verzahnung der aufwändigen Kletteranlage mit den Bäumen und gingen weiter durch das schöngelegene Waldgebiet. Frische Luft inklusive:)

Durch den Wald und entlang der Ruhrhöhen

Waldweg
Schmale Pfade führten durch den Wald

Die Waldpfade oberhalb des Harkortsees, führten uns eine Weile entlang der Ruhrhöhen, die mit einem XR gekennzeichnet waren. Aussichtsplattformen auf den Wegen den weiten Blick ins Ruhrtal.

Wie eine bunte Decke belegten die vielen Blätter die Wege, die wir mühelos und raschelnd entlang liefen. Die Bäume sahen dafür an einigen Stellen schon sehr kahl aus. Und dennoch, diese energiereiche Waldzone bot uns alles was man für ein natürliches Wellness Programm für die Seele braucht. Pure Energie! Was will man mehr 😉

Hinweisschild Naturgarten

Am Naturgarten machten wir erst einmal Rast. Viele Kohlmeisen und Kleiber zeigten sich dort sehr aktiv und boten uns eine akrobatische Flugshow. Nach der Pause gingen wir erst einmal eine Weile, langsam bergab in Richtung Herdecke und verließen so den Ruhrhöhenweg, mit seinen fantastischen Ausblicken.

Wir näherten uns der Stadt Herdecke und durchquerten die Altstadt. Dabei warfen wir noch einen Blick auf die schönen Fachwerkhäuser und liefen weiter hinunter zum Ruhrufer. Dort wartete bereits ein weiteres Highlight auf uns. Das beeindruckende Ruhrviadukt.

Tipp: Wer mehr an Kilometern laufen will, der kann einfach der XR Markierung auf dem Ruhrhöhenweg weiter folgen. Zum Beispiel zur Syburg nach Dortmund.

Was für eine gewaltige Kulisse – Der Ruhrviadukt in Herdecke

Blick auf das Ruhrviadukt
Ruhrviadukt

Bevor wir den Rückweg am Ruhrufer einschlugen, hielten wir uns erst einmal am Ruhrviadukt auf. Das architektonische Meisterwerk der Brückenkunst bot uns eine gewaltige Kulisse, die man unbedingt mal gesehen haben muss.

Das imposante Baudenkmal von 30 Meter Höhe, verbindet, mit seinen 313 Metern Länge, die Städte Herdecke und Hagen. Natürlich zählt die auffällige Konstruktion als prominentes Highlight der Themenroute „Industriekultur an Volme und Ennepe“ und ist somit Teil der Route Industriekultur.

Blick auf das Ruhrviadukt
Schöne Kulisse

Rückweg entlang am Ufer des Harkortsees

Enten

Nach unserer ausgiebigen Pause am Ruhrviadukt ging es langsam entlang der Uferzonen zurück. Diese waren an vielen Stellen sehr gut zugänglich, sodass wir den gesamten Rückweg eine schöne Sicht auf das Wasser und der gefiederten Tierwelt bekamen. Kormorane, Schwäne, Enten, Reiher und Möwen zeigten sich gut gelaunt und ließen sich nicht stören.

Sogar ein Eisvogel präsentierte sich uns noch bevor wir das Ziel erreicht hatten.

Eisvogel
Schön stillhalten 🙂

Am Ufer kamen wir auch direkt am Cuno-Kraftwerk vorbei, was durch seinen 240 Meter hohen Schornstein der naheliegenden Umgebung, eine besondere Atmosphäre verleiht.

Blick auf das Cuno Kraftwerk
Nicht zu übersehen – Das markante Cuno-Kraftwerk

Nach gut fünf Stunden erreichten wir wieder den Anleger am Harkortsee. Ja für 10 km gönnten wir uns 5 Stunden Taper- bzw. Entschleunigungsmodus:)

Es war einfach herrlich in dieser schönen Umgebung, mit seinen vielen Highlights eine entspannte Runde zu drehen. Ein großartiges Ausflugsziel, welches viele Möglichkeiten bietet. Doch eine Bedingung ist Voraussetzung: Ihr müsst runter vonne Couch ! 🙂

Weitere Hinweise

Anfahrt

  • Parkplatz am Naturfreibad
    Gustav-Vorsteher-Straße 38
    58300 Wetter (Ruhr)
  • ÖPNV
    Freibad Wetter Ruhr, Wetter (Ruhr)
    Buslinie: 553,555,592,595 – SB38
    Bahn: RB40

Links & Tipps

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Thomas Dörmann
Thomas ist Autor und Redakteur auf www.ruhrpottblick.de. Das Motto "Der Pott ist grün und bunt", steht dabei im Fokus seiner Blogbeiträge. Die Kombination von Industriekultur und Natur, sind ein wesentlicher Bestandteil seiner Berichterstattungen. Sein Buch "Grüne Glücksorte im Ruhrgebiet", gibt viele Impulse für erholsame Stunden an schönen Orten im Ruhrgebiet.