Wandern im Ruhrgebiet – Unterwegs im Naturpark Hohe Mark mit Blick auf Schloss Lembeck

Ahoi Leute, wieder einmal zog es unsere Wanderseelen nach Dorsten. Wir  planten eine schöne Tour im Umfeld von Schloss Lembeck. Der historische Ankerpunkt liegt mitten im Naturpark Hohe Mark und bietet eine ordentliche Portion an Waldatmosphäre. Also genau die richtige Adresse für eine schöne Auszeit im Grünen. 

Mit unserer Wanderkarte im Gepäck ging es vom Parkplatz – Am Hagen – direkt auf breiten Pfaden in den Wald. Die Wegmarkierungen A,D und X waren unsere stillen Begleiter und lotsten uns an der Rückseite des Schlosses vorbei. Ein tolles Highlight. Einige Teilstrecken verliefen ebenfalls wieder auf Spuren des Hohe Mark Steigs. Ergänzend dazu, sorgten Kleiber, Bussard, Specht und Co, mit ihrem Gezwitscher für eine frühlingshafte Wanderstimmung. Wald tut einfach nur gut 🙂

Eintauchen in die faszinierende Welt des Waldes

Tolle Waldatmosphäre

Eine Tour durch den Wald, ist eine Belohnung für die Seele.

Wanderphilosphie 🙂

Mittlerweile planen wir verstärkt unsere Touren durch schöne Waldgebiete. Der Wald und seine Lebewesen bietet einen faszinierenden Einblick in die Natur und trägt obendrein noch zum Wohlbefinden bei. Ob die Sicht auf ein Schmetterling, ein Blick auf einen verwunschenen Baum, das plötzliche Auftauchen eines Rehs oder der harmonische Gesang der vielfältigen Vogelschar, all das sind wundervolle und unbezahlbare Glücksmomente. Einfach mal innehalten und die besonderen Momente genießen. Und so freuten wir uns umso mehr, dass wir diesen Augenblick des Glücks auch in Dorsten wieder erleben durften 🙂

Kurzweilig verließen wir den X Wanderweg und folgten einem schmalen Wanderpfad, der uns direkt zur Rückseite vom Wasserschloss führte. Der Hohe Mark Steig führt hier nicht direkt vorbei, doch der Streckenverlauf ist in unmittelbarer Nähe, sodass ein Abstecher zum Schloss kaum ein Umweg bedeutet. Die Wege lassen sich sehr gut miteinander verknüpfen. Die genauen Wanderdetails findet ihr in der Komoot-Aufzeichnung (Ein Link dazu, siehe weiter unten). Nach knapp 30 Minuten war unser erstes Wanderhighlight somit erreicht.

Blick durchs Gartentor – Vorbei am Schloss Lembeck

Unsere geplante Tour von knapp 12 km führte uns nicht am Haupteingang des Schlosses vorbei, sondern an der beeindruckenden Westseite mit bestem Blick durchs große Gartentor. Das Tor ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, dafür erhält man aber eine andere Perspektive auf das Schloss und der Parkanlage. Auch die Inszenierung der Mauer als Begrenzung mit seinen Skulpturen, wie Atlas und die römischen Göttin Minerva, sowie den beiden Obelisken hat Seltenheitswert.

Die beeindruckende Schlossanlage ist ebenfalls Teil der 100 Schlösserroute und weit über das Ruhrgebiet hinaus bekannt. Dieser schöne Ort mit seiner prachtvollen Rhododendren-Sammlung, interessanten Skulpturen und Events (Z.B. Landpartie) bereichert ebenfalls das Buch “Grüne Glücksorte im Ruhrgebiet“. Für uns war dieser Teil somit schon bekannt, die Rückseitenansicht aus der Wanderperspektive allerdings noch nicht.

Das Betreten des Schlossgeländes ist für Besucher nur über den Haupteingang möglich. Bezüglich der Öffnungszeiten, solltet ihr euch aus aktuellem Anlass vor einem Besuch, bestenfalls auf den Webseiten von Schloss Lembeck informieren. Wie auch immer, sollte das Schloss und die sehr schöne Parkanlage wieder geöffnet haben, dann ist ein Ausflug dorthin sehr lohnenswert und gehört auf eure regionale Bucket-List.

Weitere Hinweise und Informationen: Schloss Lembeck

Nach unserer Pause an diesem kulturellen Ankerpunkt, verließen wir die märchenhafte Kulisse und wanderten auf dem direkt gegenüberliegenden Wanderweg weiter. Mit dem Schloss im Rücken, ging es dann waldwärts entlang einer Kiefern-Allee. Dort signalisierte uns schon ein Specht, durch sein beherztes Klopfen, in welchem Revier wir uns gerade bewegten. Wieder einer dieser schönen Momente. Ruhe bitte und einfach mal innehalten:) Die musikalisch begleitende Baumallee führte uns direkt auf Spuren des Hohe Mark Steigs. Für ein paar Kilometer folgten wir der auffälligen Spur, bis wir dann auf dem D6 Wanderweg unseren Tapermodus aktivierten und den Hohe Mark Steig wieder verließen.

Hinweis: Das historische Gebäude ist ebenfalls in der 3. Etappe des Hohen Mark Steigs eingebunden. Der Wanderweg eröffnet einen schönen Weitblick entlang einer Baumallee aufs Schloss. Ein lohnenswerter Abstecher 🙂

Auf Spuren des Hohe Mark Steigs

Mittlerweile vergeht keine Wanderung an der wir nicht auf Teilstrecken des Hohe Mark Steigs treffen. Ein Zufall? Nope, denn wir sind gerne und oft im Naturpark Hohe Mark unterwegs. Der neue Fernwanderweg “Hohe Mark Steig”, zieht sich mit seinen 150 Kilometern von Wesel bis Olfen und verläuft wie eine urige Handelsstraße quer durch den riesigen Naturpark. Auf dieser abwechslungsreichen Strecke zwischen Ruhrgebiet, Münsterland und Niederrhein, verbindet das grüne Band der Sympathie Mensch, Tier und Natur. Ein erlebnisreicher Wandergenuß für große und kleine Entdecker 🙂

Die auffälligen Wegweiser in Magenta dienen dabei als gute Orientierungshilfe. Und wie bereits in vielen Artikeln schon erwähnt, ist nicht immer ein Blick auf eine Karte ob analog oder digital notwendig. Gute Markierungen sind für entspannte Wandertouren einfach ein großes Plus! Digitale Ablenkungsmanöver wider der Handysucht, können dadurch viel besser vermieden werden. Digitale Fastenzeit kann so angenehm sein 😉

Nach ein paar Kilometern auf dem asphaltiertem Verbindungsweg, wechselte das Landschaftsbild und wir erhielten einen offenen Blick über Felder und Wiesen bis weit in die umliegende Bauernlandschaft. Nach knapp 1,5 km erreichen wir erfreulicherweise wieder den Wald und damit weicheren Boden unter den Füßen. Die Wandermarkierungen A und X markierten unseren Rückweg. Am Wegesrand dominierte zwischen den noch nicht blühenden Bäumen weiterhin das grün leuchtende Moos. Aber es ist sicherlich nur noch eine Frage der Zeit, wenn die Bäume aus ihrem Winterschlaf erwachen und ihre grünen Kleider aus tausenden von Blättern über die karge Landschaft entfalten.

Nach 3 Stunden erreichten wir wieder unser Ausgangsziel am Parkplatz. Durch die wechselnden Wegmarkierungen waren wir schon froh, dass wir eine Wanderkarte eingepackt hatten. Der Blick auf eine analoge Wanderkarte hat immer noch nicht seinen Charme verloren 😉 Aber zum Teilen der Wanderstrecke mit der Ruhrpottblick-Community eignet sich natürlich eine digitale App besser. Seit kurzem zeichnen wir deswegen unsere Strecken mit Komoot auf.

Die Rundwanderung auf Komoot

Die Tour kann je nach eigenem Fitnesslevel ergänzt oder auch verkürzt werden. Hier gehts zur Wanderstrecke auf Komoot. Also dann – Keep Calm and Taper On 🙂

Anfahrt Parkplatz

Kostenlose Parkplätze – Navi-Info: 46286 Dorsten – Am Hagen 27 –

Links & Hinweise

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Thomas Dörmann
Thomas ist Autor und Redakteur auf www.ruhrpottblick.de. Das Motto "Der Pott ist grün und bunt", steht dabei im Fokus seiner Blogbeiträge. Die Kombination von Industriekultur und Natur, sind ein wesentlicher Bestandteil seiner Berichterstattungen. Sein Buch "Grüne Glücksorte im Ruhrgebiet", gibt viele Impulse für erholsame Stunden an schönen Orten im Ruhrgebiet.