Ruhrpott ist mehr als datt und watt – Manuel Miermeister im Instatalk

Auf Instagram teilen Millionen Menschen Fotos und Videos von besonderen Momenten miteinander. Oft geht es um Essen, Fashion oder Reisen. Manche setzen aber auch bewusst das Ruhrgebiet in Szene. In den kommenden Monaten, stellt Ruhrpottblick in der neuen Kolumne “Instatalk” einige dieser Instagramer vor.

“Ruhrpott ist mehr als datt und watt”

Ein Interview mit Manuel Miermeister

Seine Bilder drehen sich fast nur um eins: Fördertürme des Ruhrgebiets. Immer wieder bekommt er sie vor die Linse und immer wieder entstehen malerische Bilder. Manuel Miermeister ist 31 Jahre alt und begeisterter Hobbyfotograf. Der gelernte Verfahrensmechaniker für Kunststofftechnik arbeitet als Steinmetz und fotografiert leidenschaftlich gerne Szenerien aus dem Ruhrgebiet. Auf seinem Instagram-Account „ruhrpott_auf_kohle_geboren“ teilt er diese Aufnahmen mit anderen.

Ruhrpottblick: Wie bist du auf Deinen Instagram-Namen gekommen?

Manuel: Angefangen hat bei mir alles auf Facebook. Dort betreibe ich schon länger eine Seite, die ebenfalls „Ruhrpott – Auf Kohle geboren“ heißt. Wahrscheinlich fand ich den Namen einfach passend. Die Leute hier sind ja quasi auf Kohle geboren.

Was fasziniert Dich am Ruhrgebiet?

Man sieht vielleicht schon auf den Bildern, was mich am meisten fasziniert: Die Fördertürme. Meine Großväter waren beide Untertage und ich liebe die Fotografie. So ergab sich das eine zum anderen.

Was ist das besondere am Pott?

Das Ruhrgebiet hat mehr zu bieten als „datt“ und „watt“. Wenn ich durch andere Großstädte laufe, grüßt mich keiner. Da bewegen sich alle wie Roboter durch die Gegend. Ganz andere Menschen halt. Im Pott gehen die Menschen offener miteinander um. Man grüßt sich und sagt was man denkt. Das ist das besondere am Ruhrgebiet.

Wieso möchtest Du das Ruhrgebiet mit anderen teilen?

Das hat sich einfach so entwickelt. Meine Eltern haben immer fotografiert. Irgendwann habe ich dann meine erste bessere Kamera bekommen. Das erste besonders gute Bild habe ich von der Zeche Amalie in Essen geschossen – einen Sonnenuntergang. Auf Facebook ist das auch mein Titelbild. Anfangs wollte ich übrigens eine Seite rund um typische Sprüche aus dem Ruhrpott gründen. Es ist dann doch eher eine Fotoseite geworden, aber heute bin ich froh drum.

Hast du einen Lieblingsort im Pott?

Die Zeche Ewald in Herten ist sehr sehr schön. Es ist dort ruhig. Man kann abschalten und dabei auch noch gute Bilder machen. Für mich ist das der Ausgleich zum Alltag. Meistens bin ich dann mit meinem Hund unterwegs und höre Musik.

Was für einen Tipp würdest du anderen Instagramern geben?

Wenn man Bilder macht, dann sollte man sich nicht immer auf die Technik verlassen. Man muss ein Auge für die Fotografie haben. Die Technik kann noch so gut sein, das Motiv muss auch optisch was her machen.

Vervollständige bitte folgenden Satz: Der Pott ist…

… gefüllt mit vielen tollen Menschen, er ist Heimat und er ist wunderschön!

Vielen Dank Manuel für das interessante Interview in unserer neuen Kolumne “Instatalk”.

Besucht Manuel doch mal auf Instagram @ruhrpott_auf_kohle_geboren
Oder auf Facebook @facebook.com/binausmpott/

Ihr möchtet auch mal im Ruhrpottblick-Instatalk über eure Instagram-Leidenschaft plaudern? Dann lasst mal was hören und schickt uns eine E-MAIL an info@ruhrpottblick.de

Maria Leidinger
Maria ist Autorin auf www.ruhrpottblick.de. Sie studiert Journalistik an der Technischen Universität in Dortmund. Als freie Journalistin schreibt sie unter anderem für Zeitungen. In ihrer Freizeit reist sie durch die ganze Welt, kommt aber immer wieder gerne in ihre Heimat - den Ruhrpott - zurück.

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